Falsches Englisch ist niemals die Lösung

Als Spezialistin für Unternehmenskommunikation sind viele meiner Kunden Firmen, die ihren Hauptsitz in Deutschland und der Schweiz sowie Niederlassungen im Ausland haben. Die Mehrheit der Angestellten spricht daher kein Deutsch, weshalb viele Unternehmen Englisch für ihre interne Kommunikation und vor allem ihre Mitarbeitermagazine verwenden. So weit, so gut.


Professionelle Übersetzer für PR-Texte und Unternehmenskommunikation spezialisieren sich auf Mitarbeitermagazine und haben Freude daran, natürliche, flüssige und ansprechende Versionen in der Zielsprache anzufertigen. Es passiert jedoch sehr häufig, besonders wenn Englisch die Zielsprache ist, dass der Kunde Wünsche wie diese äußert:

„Könnten Sie ‚einfaches‘ Englisch verwenden, da unsere Leser alle in Osteuropa sind und nicht besonders gut Englisch sprechen?“
„Ich weiß, dass unser Text viele grammatische Fehler enthält, aber ignorieren Sie beim Korrekturlesen bitte alles, was einen Muttersprachler stören würde, und verbessern Sie nur Rechtschreibfehler und wirklich schlimme Grammatikfehler!“

Und mein „Lieblingswunsch“:

„Es soll sich nicht zu muttersprachlich anhören, da das Zielpublikum keine englischen Muttersprachler sind.“

Für die interne Kommunikation mag es nach einer guten Idee klingen, Versionen in scheinbar „einfachem“ Englisch zu produzieren, um den Text für die nicht-muttersprachliche Leserschaft der internationalen Niederlassungen verständlicher zu machen. Diese Lösung ist aber aus mehreren Gründen nicht sinnvoll:


1) Wer entscheidet überhaupt, was „einfach“ ist? Man kann davon ausgehen, dass Menschen mit verschiedenen Muttersprachen denselben Text unterschiedlich wahrnehmen. Was für einen deutschen Muttersprachler leicht verständlich ist, kann einem Tschechen wegen des unterschiedlichen sprachlichen Hintergrunds Probleme bereiten.


2) Schlechtes Englisch ist nie eine gute Idee. Als Unternehmen die Verwendung von stark vereinfachtem oder falschem Englisch aktiv zu fördern, ist ein Irrweg. Wahrscheinlich hat Ihr Unternehmen viel Geld in die Entwicklung seiner Marke und seines Images investiert. Warum sollten Sie also riskieren, Ihren guten Ruf durch einen schlecht geschriebenen Text zu riskieren? Selbst wenn ein Text nur für interne Zwecke bestimmt ist, ist dies eine sehr riskante Strategie, die sich rächen kann, wenn der Text an die Öffentlichkeit gerät.


3) Wer entscheidet, was Ihre Belegschaft versteht und was nicht? Heutzutage lernen viele Leute auf der ganzen Welt mindestens eine Fremdsprache in der Schule. Besonders Englisch hat sich zu einer globalen Sprache entwickelt. Die Englischkenntnisse Ihrer Mitarbeiter könnten, obwohl sie keine Muttersprachler sind, weitaus besser sein, als Sie es ihnen zutrauen. Erkennen diese die absichtlichen „Fehler“, werden Sie Ihre Glaubwürdigkeit gegenüber Ihren ausländischen Angestellten verlieren. Wie kann es schließlich sein, dass die Leute im Hauptsitz es nicht schaffen, einen korrekten, flüssigen Text auf Englisch zu produzieren?


4) Übersetzer sind ausgebildete und erfahrene Fachleute, die eine professionelle Dienstleistung anbieten. Stellen Sie sich vor, Sie würden Ihren Steuerberater bitten, einfach ein paar falsche Zahlen einzutragen, da das Finanzamt Ihrer komplexen Buchführung sowieso nicht folgen kann! Allein der Gedanke ist absurd. Von Fachleuten zu verlangen, schlechte Arbeit zu leisten ist weder angemessen, noch erstrebenswert. Sie geben gutes Geld für einen Experten aus, und natürlich wollen Sie eine flüssige, korrekte Übersetzung.


Ihr Übersetzungsspezialist verfügt über viel Erfahrung mit Unternehmenstexten und kann Sie über die beste Lösung beraten, damit Ihre Texte vom Zielpublikum verstanden werden. Eines steht fest: Falsches Englisch ist niemals die Lösung!

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This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International License.

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